Erste Referenzen

Objekt: Naturholzfassade, Erlenweg 5, Madiswil.
Auftraggeber: Peter Jordi.
Dauer: 3 Wochen
Beendigung: 31.03.94





Erlenweg 5, Madiswil


Vorheriger Zustand:

Die Wetterseite war bereits ausgewittert, das Holz bereits leicht grau. Die Hinterseite war mit einer dünnen Schicht eines Grünpilzes befallen, welche den alten Anstrich teilweise durchwachsen und so die Holztäfelung leicht angegriffen hatte.

Arbeitsvorgang:

Zuerst wurde ein solides Metallgerüst erstellt, um gefahrenfrei arbeiten zu können. Der alte Lasuranstrich musste vollständig durch abbürsten mit einer Nylon-Flex Bürstmaschine entfernt werden. Teilweise musste sogar der Winkelschleifer zu Hilfe genommen werden. Die Täferung wurde dann vorgängig mit einer insektizid- und fungizidhaltigen Imprägnierung grundiert. So wurde einem weiteren Befall durch Grünpilz und Holzwürmern vorgebeugt. Jetzt kam der schwierigste Teil, das anpassen des Farbtones an die Untersicht , mit dem Lasuranstrich. Der Kunde wünschte hier ausdrücklich einen etwas weniger grünen Ton als die bestehende Untersicht. Zu beachten war ebenfalls, dass durch die zwei darauffolgenden UV-Schutzanstriche der Farbeindruck des Holzes weiter abdunkeln würde. Durch intensive Bemusterung wurde der passende Ton dann ermittelt und gemischt. Als Deckschicht wurden zwei UV-Schutzanstriche angebracht, die das Holz vor den zerstörerischen Auswirkungen der ultravioletten Sonnenstrahlung schützen sollen. Die Lebensdauer einer Lasurbeschichtung hängt in erster Linie vom UV-Schutz ab. Deshalb wurde auf diesen Punkt besonders geachtet. Der Finish bildeten die Fensterbänke welche mit Bleimenige grundiert und dann zweimal mit Schuppenpanzerfarbe gestrichen wurden. Das Bleimenige bildet so einen aktiven Rostschutz, während die Schuppenpanzerfarbe den passiven Wetterschutz übernimmt. So blieb nur noch das Abräumen des Gerüstes, und abschliessende Reinigungsarbeiten übrig. Der Aufwand hatte sich gelohnt, die Fassade erstrahle in neuem Glanz. Und dank der Gewissenhaftigkeit mit der die Arbeit ausgeführt wurde wird sie das auch noch viele Jahre lang tun.

Objekt: Fassadenisolation, Blumenweg 4, Oberönz.
Auftraggeber: Fritz Jörg
Dauer: 5 Wochen
Beendigung: 15.11.94





Blumenweg 4, Oberönz.


Vorheriger Zustand:

Aussen noch recht gut, mit tragfähigen Untergrund. Allerdings bildeten sich im Treppenhaus Schimmelpilz, weshalb sich der Kunde entschlossen hatte die Nordseite des Hauses zu isolieren.

Arbeitsvorgang:

Der erste Arbeitsgang, der Bauseits ausgeführt wurde bestand darin, einen mindestens 60 cm tiefen und 50 cm breiten Graben entlang des Fassadensockels auszuheben. Das war notwendig weil die Isolation bis 50 cm in das Erdreich hinab führen sollte. Dann wurde ein tragfähiges Metallgerüst erstellt. Das zeigte sich insofern schwierig, das in wenig Abstand zu der Fassade, Büsche und kleine Bäume angesetzt worden waren. Teilweise mussten die äste gestutzt werden. Trotz gutem Untergrund wurde die Fassade mit dem Hochdruckreiniger gründlich gereinigt. So wurde eine solide Basis geschaffen. Gewählt wurde das Wärmedämmsystem der Firma Gravelit in Langenthal. Die Plattendicke wurde durch unsere Empfehlung mit 10 cm gewählt, um ein optimales Ergebnis zu garantieren. Jetzt begann man damit die speziellen imprägnierten Isolierplatten bis 50 cm ober- und unterhalb der Erdlinie anzubringen. Dies geschah durch Kleben mit Spezialkleber, und Verdübeln mit Kunststoffdübel, je 3 Dübel pro Platte. Durch die imprägnierten Platten am Grund wird verhindert das Ungeziefer und Feuchtigkeit sich einen Weg nach oben bahnen können. Im gleichen System wurden darauf nun die weissen Sagexplatten gesetzt, ebenfalls verklebt und verdübelt wie beim Sockel. Die fertige Isolationsoberfläche wurde darauf hin glattgeschliffen. Unerlässlich ist das darauf folgende Kunststoffnetz, das dann mit einem Spezialbinder, eingebettet wurde. Sagex ist leider ein etwas weiches Material. Diese Manko wird aber durch das Armierungsetz auf diese Weise wieder wettgemacht. Sehr wichtig war nun die 3 Wochen Trockenzeit die unbedingt notwendig war, damit der hydraulisch abbindende Kleber, sich an der kohlensäurehaltigen Luft neutralisieren konnte. Rund 3 Wochen später bestand nun der nächste Schritt darin die Haftbrücke für den Kunststoffabrieb anzubringen. Die gewählte Kornart des darauf folgenden Kunststoffabriebes wurde mit 2 mm Kretzliputz gewählt. Dies um ihn möglichst exakt an die Struktur der Ostfassade anzupassen. Der Finish bildete ein Dispersionsanstrich, der exakt nach der Ostfassade gemischt wurde. Die war deshalb so wichtig, weil auch auf der Ostseite ca. 12 cm um die Ecke gestrichen werden musste. Dies weil die Isolation auf der Nordseite aufgesetzt wurde, und so die Ostfassade um 12 cm breiter wurde. Der Anschluss gelang aber reibungslos sowohl im Fassaden- als auch im Sockelbereich der einfach mit der Schlagschnur gerade angezeichnet und im Ostsockelton nachgestrichen wurde. Zum zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit wurde nun der Teil der Isolation, der unter der Erdoberfläche liegt, mit einer Schicht Teerbitumen vollflächig überzogen. Sowohl was die Ästhetik, als auch die Wärmedämmung betrifft wurde ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Der Radiator im Gang, welcher vorher kaum für 16-18 Grad gereicht hatte musste sogar zurückgeschraubt werden, da sich das Treppenhaus im Winter beinahe auf 25 Grad erwärmt hatte.

Objekt: Eichenlaube mit Treppe Bänackerstr. 21, Madiswil.
Auftraggeber: Frau Kohler
Dauer: 2.5 Wochen
Beendigung: 30.06.95





Bänackerstr. 21, Madiswil


Vorheriger Zustand:

Das Eichenholz der Laube war noch in sehr gutem Zustand, die vor allem weil es durch zum Teil dicke, blättrige Lackschichten vom Wetter geschützt wurde. Jedoch der Lasuranstrich war unansehnlich und erneuerungsbedürftig geworden. Das Tannenholz der Treppe hingegen war ausgewittert, rissig und grau geworden. An eine Naturholzrestaurierung war nicht mehr zu denken.

Arbeitsvorgang:

Das Erstellen eines Arbeitsgerüstes ging hier sehr leicht vonstatten, da keine Hindernisse im Weg waren, und der geteerte Vorplatz ein idealer Untergrund darstellte. Als erstes wurden die Treppenwangen und das Treppengeländer intensiv mit dem Hochdruckreiniger gewaschen. Dies um alte Inhaltsstoffe aus dem Holz auszuwaschen, und gleichzeitig lose oder zerfressene Holzpartien auszuschwemmen. Danach wurde mit dem Abschleifen der Eichenverkleidung der Laube begonnen. Die Treppe musste vorerst wieder trocknen bevor man hier weiterfahren konnte. Die Bürste stellte sich auf dem Hartholz als praktisch wirkungslos heraus. Am besten bewährte sich der Winkelschleifer mit angesetzter Scotch-Fliesscheibe. Die Zierstäbe mussten mit Lösungsmittellauge von Hand abgelaugt werden, um eine Beschädigung durch den Schleifteller des Winkelschleifers zu vermeiden. Der Kunde wünschte sich einen möglichst hellen Farbton für das Naturholz. Also war es nötig das Holz vor der Imprägnierung leicht chemisch zu bleichen, um zu verhindern, das dass sogenannte "anfeuern", ( dunkelrot anlaufen durch Gerbsäuren im Holz ) beim Imprägnieren, dies verunmöglichte. Durch das Bleichen werden die Gerbsäuren im Holz neutralisiert. Beim darauffolgenden fungizid- und insektizidhaltigen Imprägnieranstrich stellte sich kaum mehr ein Nachdunkeln der Eiche ein. Das Holz wurde darauf leicht gelblich lasiert, um einen hellen Holzton zu erzielen. Die zwei abdeckenden UV-Schutzanstriche dunkelten das Holz zwar noch etwas ab, sorgen aber gleichzeitig dafür, dass die Laube trotz des hellen Teints, viele Jahre dem Wetter und der Sonnenstrahlung erfolgreich widerstehen wird. Auf den Fensterbänken und dem Laubenrand wurden aufgrund der hohen Belastung anstatt des UV-Schutzlackes, abgetönten Bootslack verwendet. Beabsichtigte doch die Kundschaft, Blumentöpfe darauf zu stellen. Als nächstes wurden die Zierstäbe, grundiert, und zweimal weinrot gestrichen. Die dazugehörigen Eternit-Füllungen wurden im vorherigen Grau neu mit Acryldispersion nachgestrichen. Als letztes blieb noch die Treppe, welche deckend in einem passenden braun zu streichen war. Nach der Imprägnierung und Grundierung, wurde die ganze Treppe mit elastischem 2K-Spachtel vollflächig gespachtelt. Damit wurden die Risse und Wetterschäden völlig neutralisiert. Für den Vor- und den Deckanstrich haben wir ein neues Kunstharzsystem von Sikkens verwandt. Das Optima System soll 80% Festkörbergehalt haben, im Vergleich mit herkömmlichen Kunstharzen die nur 65% Festkörbergehalt haben. Wir erhofften uns damit die vielen Holzrillen die die Treppenwange immer noch enthielt besser füllen zu können. Und wir hatten Erfolg: Der Treppe sieht man heute ihre einstmals so starke Verwitterung kaum mehr an.